Teures Kunstobjekt: Schwein mit Tatoos

hamburg.ausstellung.Michaela.HilleTattoo heißt die Ausstellung, die derzeit im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg zu sehen ist. Unterschie- dlichste Tätowierungen werden gezeigt – eben Bilder einer Grenzerfahrung aus Kunst, Schmerz und Sinnlichkeit. Auch ein tätowiertes Schwein des belgischen Künstlers Wim Delvoye ist ausgestellt. Der Künstler, der mit seinen Arbeiten immer wieder Proteste auslöst, ist erklärter Vegetarier und hat seine eigene Bio-Farm in China gegründet. Es sei zwar in Europa erlaubt, die Tiere in Massentierhaltung zu züchten, sie in kurzer Zeit zu einer Schlachtreife zu mästen und sie am Fließband sterben zu lassen, aber man dürfe sie hierzulande nicht unter Narkose tätowieren. Delvoye macht damit auf die Doppelmoral aufmerksam.

Wenn die tätowierten Schweine sterben, werden sie ausgestopft und als Kunstobjekt verkauft. Liebhaber dieser Kunst greifen schon mal tief in die Geldtasche und zahlen bis zu 140.000 Euro pro Schwein.

Warum er gerade Schweine tätowiert, erklärte Delvoye gegenüber Focus Online: „Wir haben die gleiche Haut, wir essen das Gleiche und wir haben die gleichen Organe. Tätowierte Schweine sehen aus wie tätowierte Menschen“.

Die Ausstellung Tattoo ist noch bis 6. September in Hamburg zu sehen.

Foto: © Michaela Hille

2 Gedanken zu „Teures Kunstobjekt: Schwein mit Tatoos

  1. Jenni/Fynni

    Irgendwie makaber… Aber er hat ja nicht unrecht! Ich bin ja selbst auch großer Tattoo-Fan, aber meine beiden Hausschweine würde ich dann doch nicht tätowieren wollen. :D

  2. admin Artikelautor

    Liebe Jenni, hätte ich welche, ich würde sie auch nicht tätowieren lassen. Und dann ausstopfen und ins Museum stellen. Geht gar nicht. Trotzdem finde ich seine Arbeit einen guten Anstoss, um darüber nachzudenken, was wir hier – guten Gewissens – unseren Schweinen antun dürfen.

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