Das zufriedene Leben der Zuchtsau Rosa

10484125_591645574287312_8281293471384200429_nRamona Unger und ihr Mann Herbert sind vor einigen Jahren vom Pferd auf’s Schwein gekommen. Mit Zuchtsau Rosa begann es, dann ging es Schlag auf Schlag. Heute tummeln sich 50 reinrassige Turopolje rund um den Hof der Familie Unger – selbstverständlich in Freilandhaltung. Ramona erzählt im Folgenden ihre persönliche (Schweine-) Geschichte.  Mein Mann Herbert und ich lernten uns vor 10 Jahren durch die Pferde kennen. Da wir beide zwei davon in die Beziehung mitbrachten, kauften wir uns 2006 Den hof in Petersdorf I bei Fehring (Steiermark, A) mit etwas Grund dabei. Eigentlich wollten wir eine Hobby-Araberzucht mit Herberts Hengst beginnen, doch leider verunglückte dieser tragisch 2008. Dieser schwere Schicksalsschlag nahm meinem Mann die Leidenschaft für Pferde. Dann die Frage, wie nutzen wir die Fläche? Dass es Schweine werden hat sich so ergeben und als wir in Mautern erstmals Turopolje sahen, war für uns klar, dass wir diese tolle Rasse vorm Aussterben bewahren wollen. Also kam 2009 Zuchtsau ROSA auf den Hof und damit war der Grundstein gelegt. 10371393_573102649474938_3862085724633914224_n

Mittlerweile haben wir vier Zuchtsauen und einen Eber. Mit der Nachzucht leben bei uns momentan knapp 50 reinrassige Turopolje. Anfangs lag das Hauptaugenmerk auf die Vermarktung von Frischfleisch, doch zur Zeit verkaufen wir hauptsächlich Zuchttiere. Wir legen Wert auf gutes Material und niedrigen Inzuchtkoeffizienten, deswegen sind unsere Tiere sehr begehrt. Allerdings haben wir auch Buschenschenken und Gasthäuser, die Fleisch von uns kaufen und veredeln. Wir selbst machen von Zeit zu Zeit geselchten Speck und stellen Schmalz her. Mein Mann ist hauptberuflich LKW-Fahrer, ich bin zuhause bei unseren 3 Kindern (6, 3 und 1 Jahr alt) und kümmere mich um die Tiere und den Verkauf. Meine zwei Pferde haben wir zusätzlich, aber nur als Ausgleich für mich und zum „Spielen“ für die Kinder. Da das Haus am Hof unbewohnbar ist und wir zur Zeit täglich pendeln, müssen die Kinder immer mit in den Stall. Das macht sie zu gesunden und 1898041_531941456924391_1928905704_nverantwortungs-bewussten Menschen. Die Tiere gehören zur Familie, darum muss man sich kümmern und sie danken es einem. Unsere Jungs wissen, dass ihr Schnitzel einen Namen hatte und ein wunderschö- nes, artgerechtes Leben. Jedes Lebewesen wird bei uns mit Respekt behandelt und wir sind bemüht, das auch unseren Kindern zu lehren. Durch das Pendeln, die Arbeit meines Mannes und unsere Kinder bleibt sehr wenig Zeit, doch wenn man eine unserer Zuchtsauen zufrieden grummeln hört, während sie in der Sonne liegt und ihre Ferkel säugt, vergisst man das und ist einfach nur dankbar. Und stolz, den Tieren das schönste Leben bieten zu können.

www.facebook.com/Ungerhof

Alle Fotos: © Ungerhof

2 Gedanken zu „Das zufriedene Leben der Zuchtsau Rosa

  1. Jenni/Fynni

    Wie schön… Ich finde es total schön, wie auch die Kinder mit eingebunden werden. Ist ja wichtig, dass Kinder wissen, dass für ihr Schnitzel ein Tier getötet wurde. Und die Schweine sind ja echt knuffig. Sieht nach einem sauguten (haha) Leben auf dem Ungerhof aus! :)

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